Das Märchen vom Urknall.
Die Bundesregierung hat das Jahr 2005 zum
Einsteinjahr ausgerufen. Anlass sind der 50. Todestag des weltberühmten
Physikers Albert Einstein und der 100. Geburtstag seiner revolutionären
Relativitätstheorie. Die Erinnerung an den großen Physiker steht unter dem Motto „Lust auf
Zukunft“. Ein besonderes
Highlight wird die zentrale Einsteinausstellung in Berlin, mit dem Titel:
„Albert Einstein, Ingenieur des Universums". Sie soll Mitte Mai im Kronprinzenpalais
am Boulevard „Unter den Linden“ eröffnet werden.

Es ist unbestritten, dass
Einstein das Tor zur modernen Physik weit aufgestoßen hat und viele
Errungenschaften, derer wir uns heute bedienen, die Konsequenzen seiner genialen
Erkenntnisse auf den Gebiet der Ingenieurwissenschaften sind. Das ist die eine
Seite der Medaille. Die Kehrseite seiner so erfolgreichen mathematischen
Operationen ist, dass in der Folge andere Zweige der Mathematik, wie z. B. die
Chaosforschung, die sich mit nichtlinearen Systemen befasst, massiv behindert
wurden. Bis heute haben ihre äußerst wertvollen Erkenntnisse und mathematischen
Vorgehensweisen in viele Fachgebiete immer noch keinen Eingang gefunden. Das
alte lineare Denken wurde durch Einsteins Erfolge derart manifestiert, dass die
neuen Einsichten der Chaosforschung weder im Unterricht noch im Studium zur
Sprache kommen, obwohl schon Generationen von Schülern spotten: „Chemie ist,
wenn es kracht und stinkt; Physik nennt man, was nie gelingt“!
So wurde und wird mit dem
Brustton der Überzeugung gelehrt, dass lineare Systeme den Kosmos gestalten
und funktionieren lassen, denn Mathematiker wie Physiker sind auf der Suche
nach Regelmäßigkeit. Sie setzten einfach voraus, dass jedes Verhalten, das sie
als regelhaft beobachten konnten, stabil sein müsse, da in realen Systemen
geringfügige Änderungen auf Grund von Stör- und Messfaktoren nach ihrer Überzeugung
unvermeidbar sind. Und wenn diese Regelmäßigkeit nicht zu erkennen ist, so
handelte es sich um eine zu vernachlässigende Ausnahme. Lediglich die Laien
hatten die Realität erkannt und spotteten entsprechend. Die Idee, dass man oft
unüberprüfte Prämissen als Voraussetzung für die Beobachtungen und die
Bewertung der Ergebnisse gemacht hatte, kam den Fachleuten nicht, obwohl schon
Martin Luther gelehrt hatte, dass man dem Volk aufs Maul schauen solle. Statt
dessen wurde und wird arrogant in einer geradezu menschenverachtenden Weise
behauptet, dass der gewöhnlich Sterbliche im ganz großen Maßstab, also in
kosmischen Größenordnungen und im ganz kleinen Maßstab, dem subatomaren
Bereich, eben seiner Erfahrung, seinen Wahrnehmungen und seinem kritisch
logischen Denken nicht trauen darf.
Erst in den 70ger Jahren des
vorigen Jahrhunderts begannen einzelne Physiker zu begreifen, dass die Chaosforschung
einen ganzen Zweig der Mathematik wieder auf den Boden der Realität zurückbringen
kann. James Gleick schildert in seinem Buch: Chaos - die Ordnung des
Universums, Droemersche Verlagsanstalt, München 1988, S.81 die damalige
Situation wie folgt: „Das ist ein
Paradigmawechsel par excellence“, sagte Ralph Abraham, einer von Smales
Mitarbeitern und späterer Professor für Mathematik an der University of
California in Santa Cruz: „Als ich 1960 als Mathematiker zu arbeiten begann,
also vor nicht allzu langer Zeit, wurde die moderne Mathematik in ihrer
Gesamtheit, ich betone: in ihrer Gesamtheit, von den Physikern abgelehnt,
selbst von den fortschrittlichen Köpfen der theoretischen Physik. So wurden zum
Beispiel differenzierbare Dynamik, globale Analysis, Mannigfaltigkeiten von
Abbildungen und Differentialgeometrie abgelehnt. Alles, was gerade ein oder
zwei Jahre nach dem entstanden war, worauf Einstein sich berufen hatte, wurde
abgelehnt. Die Beziehung zwischen Mathematikern und Physikern hatte in den
dreißiger Jahren mit einer Scheidung geendet. Die Leute sprachen nicht mehr
miteinander. Sie hegten nur gegenseitige Verachtung füreinander. Theoretische
Physiker verweigerten ihren Studenten die Erlaubnis, ihre Kurse in Mathematik
bei Mathematikern zu absolvieren: Lernen Sie Ihre Mathematik bei uns, wir
bringen Ihnen schon bei, was Sie wissen müssen. Die Mathematiker sind gerade
auf einem entsetzlichen Ego-Trip und werden Sie nur verwirren. Das war 1960.
Doch 1968 hatte sich die Situation in ihr Gegenteil verkehrt. Endlich begriffen auch Physiker, Astronomen
und Biologen, dass sie sich mit den neuen Entdeckungen auseinandersetzen
mussten.“ Ende des
Zitates.
Wenn also alles, was wir um uns herum sehen,
oszilliert und sich nichtlinear verhält, dann muss sich auch das Universum -
entsprechend der Selbstähnlichkeitsregel - vergleichbar verhalten. Diese
Oszillationen sind nur möglich, weil die Naturgesetze auf elementarer Ebene
nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheiden. Das heißt, Bewegungsrichtung,
bestimmte chemische Reaktionen wie z.B. die Belusow-Zhabotinsky-Reaktion und
einfache Funktionsabläufe können auch in umgekehrter Reihenfolge, also
„rückwärts“ ablaufen. Erreichen jedoch gewisse Vorgänge eine bestimmte
Ordnungs- bzw. Entwicklungsstufe, wird ein Grenzwert überschritten, der
irreversibel ist. Dieser Sachverhalt ist zwingend, da jede höhere Ordnungs- und
Entwicklungsstufe auf den vorherigen aufbaut. Währe dies nicht so, währe ein
Wechsel auf eine höhere Ebene nicht möglich. Folgerichtig lautet ein
Spontispruch: „Gott hat die Zeit erschaffen, damit nicht alles auf einmal
passiert!“ Sobald ein Vorgang eine
höhere Ordnungsstufe erreicht, entsteht zwangsläufig ein Zeitpfeil. Von diesem
Zeitpunkt an besteht ein grundlegender Unterschied zwischen einer zeitlichen
Vorwärtsrichtung und Rückwärtsrichtung. Von jetzt ab kann das jeweilige
System, entsprechend der Chaoslehre, sich immer nur zwischen zwei Grenzwerten
bewegen oder es bricht wieder chaotisch zusammen, so dass wieder etwas Neues
entstehen kann. Bewährt sich das neue System, bleibt es bestehen und man sagt,
dass es sich durchgesetzt hat. Bewährt es sich nicht, dann verschwindet es.
Dies ist der gesamte Mechanismus der Evolution von der unbelebten Materie bis
hin zu den Gurus, die uns ein Weltbild verkaufen, dass man sich nur wundern
kann, wie so etwas in unserer Zeit bei dem heutigen Wissensstand möglich ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen,
dass sich die Kosmologen einig sind, dass es von der Menge der Materie im All
abhängt, ob sich das Universum weiter ausdehnen oder eines Tages wieder in sich
zusammenstürzen wird. Das bedeutet aber nichts anderes, als dass der Zeitpfeil
des angeblich expandierenden Kosmos eines Tages in die entgegengesetzte, also
umgekehrte Richtung zeigen kann. Folglich schließen auch die Kosmologen ein
oszillierendes Universum, das sich ihrer Meinung nach allerdings linear
ausdehnt bzw. zusammenzieht, nicht aus. Das Universum pendelt somit zwischen
einem Höchstmaß an Struktur (= Asymmetriemaximum, Informationsmaximum)
und einem Höchstmaß an Unordnung (= Symmetrie, Informationsarmut), hin und
her. Nichts anderes machen alle strukturbildenden Systeme. Als Folge des
Durchsatzes von Energie und Materie werden im Universum wie auf unserem
Planeten immer höher entwickelte Systeme aufgebaut, erhalten, der jeweiligen
Situation angepasst und wieder zerstört. Für den Mikrokosmos wie für den
Makrokosmos gilt, dass das Werden und das Vergehen wie ein Pendeln zwischen
einem Höchstmaß an Ordnung und an Chaos hin und her schwingt. Alle Veränderungen
im Kosmos bewegen sich also letztlich bei einer Temperatur zwischen 2,7 Kelvin
als unterer Grenze und Lichtgeschwindigkeit als oberer Grenze. Könnte das Universum den
absoluten Nullpunkt erreichen, dann würde sich nichts mehr bewegen. Dies ist
aber, wenn der dritte Hauptsatz der Wärmelehre Gültigkeit behalten soll, nicht
möglich. Auch Newton bekäme mit seiner Gravitationstheorie Probleme. Bei überschreiten
der Lichtgeschwindigkeit würde auch die Masse keineswegs unendlich, wie
allgemein gelehrt wird, da alle Systeme spätestens in dieser Phase in einen
chaotischen Zustand geraten und wieder in ihren Ausgangsstoff, wie auch immer
man diesen bezeichnen will, zerfallen würden.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass
bereits 1926 der englische Astronom Sir Arthur Stanley Eddington eine
Temperatur von 3 Kelvin als Wärmeenergie des gleichmäßig verteilten Lichtes
aller Sterne im Kosmos errechnete. Die Formulierung: Gleichmäßig verteiltes
Licht aller Sterne im Kosmos besagt eindeutig, dass es sich um einen aktuellen
Wärmeaustausch zwischen allen Sternen handelt.
Von einem fossilen Echo eines fiktiven Urknalls war
zu dieser Zeit noch nicht die Rede! Auf so eine Idee muss man als
erdverbundener Bürger erst einmal kommen. Wird doch jedem Pennäler schon in der
Schule eingetrichtert, dass Licht aus Quanten, also kleinen Portionen besteht,
die sich mit Lichtgeschwindigkeit vom Entstehungsort entfernen. Welcher Sterbliche
kann Licht sehen oder messen, das schon vor 15 oder 20 Milliarden Jahren
abgestrahlt wurde, als alles, also auch die Materie, aus der wir bestehen, an
ein und der selben Stelle zusammen waren? Ich spreche nicht von dem Licht, das
uns erst jetzt von entsprechend weit entfernten Galaxien bzw. Quasaren
erreicht. Versuchen Sie doch einmal das Licht in Ihrem Zimmer zu sehen, nachdem
sie es ausgeschaltet haben. So etwas kann nur eine selbst ernannte Elite, die
den gutgläubigen Menschen einredet, dass sie eben nicht mehr ihren Sinnen
trauen dürfen und Einsteins Relativitätstheorie nach ihrem Gutdünken benutzen
und auslegen. So einfach geht das. Ein klassisches Beispiel dieser
Vorgehensweise ist die Geschichte mit der Hintergrundstrahlung.
Hinsichtlich der von Hubble 1929 gemachten
Entdeckung der Rotverschiebung der Spektren von Galaxien wird verschwiegen,
dass durch die
Versuche von R.
V. Pound und G. A. Rebka im Jahre 1960 nachgewiesen wurde, dass eine derartige Rotverschiebung
des Lichtes auch durch die Schwerkraftfelder von Himmelskörpern verursacht
werden kann und somit keineswegs nur als Maß für die Fluchtgeschwindigkeit von
Galaxien gewertet werden darf. Das bedeutet, dass Licht (Photonen) Energie
verliert, also ermüdet, wenn es ein Schwerefeld verlässt bzw. die
unterschiedlich starken Schwerefelder des Universums durchquert. Da Quasare
äußerst massereiche Objekte sind, besagt die Rotverschiebung also keineswegs,
dass sich diese Objekte von uns entfernen. Es kann genauso gut sein, dass diese
strahlenden Objekte entweder so weit von uns entfernt sind, dass eben als Folge
der Ermüdung des Lichtes diese Rotverschiebung gemessen wird, oder dass diese
Objekte eine entsprechend große Masse besitzen. Die gemessene Rotverschiebung
kann folglich ihre Ursache durchaus auch in der Überwindung der Schwerkraft
durch die Photonen haben. Deshalb müsste auch unter diesen Umständen die
Entfernungen dieser Himmelskörper zu unserem Planeten erneut überprüft werden.
Aber das passt nicht in das Konzept der Urknalltheorie. Vielmehr hätte eine
derartige Feststellung ihr Todesurteil bedeutet.
So traf den allseits als bestens ausgebildeten und
als kompetentesten experimentellen Kosmologe anerkannten Halton Arp der Bann
der Gurus, als er bei seinen Beobachtungen von Quasaren zu dem Schluss kam,
dass Hubbles Gesetz, nach dem man die Entfernung der rätselhaften
Himmelskörper auf Grund der Rotverschiebung messen kann, falsch ist. Er hatte
Quasare entdeckt, die auf Grund ihrer sehr hohen Rotverschiebung sehr weit
entfernt sein mussten neben Galaxien, die unserem Planeten vergleichsweise sehr
nahe sind. Mit diesen Ausführungen hatte er das Dogma des Urknalls in Frage
gestellt. Die Reaktion der modernen Inquisition folgte schließlich 1988. Arp
wurde nicht mehr erlaubt, das Teleskop der Mount-Palomar-Sternwarte zu
benutzen.
Bereits
1972 hatten Rubin und Ford eine deutliche Anisotropie der Rotverschiebung der
Galaxien in einer Himmelshälfte, in der die Sternbilder Jungfrau und Coma
Berenices liegen, festgestellt. Sie zeigten bei gleichem errechneten Abstand
eine systematisch stärkere Rotverschiebung als Galaxien in der anderen
Himmelshälfte. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den
oben erwähnten Sternbildern um eine der größten Ansammlungen von Galaxien, den
Virgo-Coma-Haufen handelt. Aber diese beobachtete Anomalie der Rotverschiebung
wurde als Folge von Stoßprozessen beim Durchgang durch Dunkelwolken abgetan.
Wenn man aber schon Stoßprozesse mit „Materiewolken“ als Argument anführt, die
sich nicht in dieser Menge nachweisen lassen, dann kann man auch zur Diskussion
stellen, ob die Ermüdung des Lichtes nicht die Folge von Stoßprozessen der
Photonen mit den allseits geleugneten Ätherteilchen verursacht wird. Ein
Compton-Effekt würde z. B. die Rotverschiebung der Spektren nachvollziehbar
erklären. Diese Beispiele zeigen, wie selbst fundierte Beobachtungen und
gesicherte experimentelle Daten von anerkannten Fachleuten von dem
„wissenschaftlichen“ Establishment und seiner „Wissenschaftslobby“ unterdrückt
und zensiert werden, anstatt die Erkenntnisse zu überprüfen, wie es für ein
seriöses wissenschaftliches Arbeiten zwingend notwendig ist. Wenn es richtig
ist, dass das Plancksche Postulat einen um so größeren Energiebedarf fordert je
kürzer die anzuregende Welle ist, dann kann es kein Vakuum geben, wie es die
derzeitige Lehrmeinung postuliert. In einem Vakuum müssten kurze Wellen genau
so leicht zu erzeugen sein, wie lange Wellen. Dieser Tatbestand führt zu dem
zwingenden Schluss, dass es ein Medium geben muss, das nicht beliebig beweglich
sein kann, sondern genau definierte Eigenschaften besitzt, wie z.B. eine
bestimmte Starrheit.
Die Behauptung, dass Licht nicht ermüdet, ist um so
erstaunlicher, als Einstein in seiner Relativitätstheorie vorausgesagt hatte,
dass große Massen Licht ablenken. Dies wurde später auch experimentell
nachgewiesen und als großer Triumph dieser Theorie gefeiert. Durch
entsprechende Fernsehbilder ist heute allgemein bekannt, dass z. B. Raketen
Treibstoff verbrauchen, wenn man sie gegen die Schwerkraft der Erde ins All
schießt. Ist der Treibstoff verbraucht, wird der Tank abgesprengt und fällt
auf die Erde zurück. Ein optisch zu beobachtender Tatbestand. Warum also sollte
ein Photon keine Energie verlieren, wenn es gegen die Schwerkraft ankämpft?
Aber die Theorie von der Ermüdung des Lichtes macht die Urknalltheorie noch
unhaltbarer, als sie sowieso schon ist. Ganz nebenbei erklärt auch die Ermüdung
des Lichtes das Olberssche Paradoxon, warum es bei einem unendlichen Universum
nachts finster und nicht gleißend hell ist. Mit den weiter oben beschriebenen
unseriösen Methoden wird das Volk für dumm verkauft und Milliarden von Steuergeldern
in den Sand gesetzt.
Da kam es den
Anhängern der Urknalltheorie äußerst gelegen, dass 1965 die amerikanischen
Physiker Arno Penzias und Robert Wilson beim Testen sehr empfindlicher Mikrowellendetektoren
ein störendes Rauschen bemerkten, das aus allen Richtungen gleich stark und
konstant empfangen wurde. Bei der Suche nach einer Erklärung für dieses
störende Hintergrundrauschen bekamen sie Kontakt mit zwei anderen
amerikanischen Physikern, Bob Dicke und Jim Peebles, die gerade dabei waren die
Hypothese von George Gamow zu überprüfen, ob, wie von ihm vorhergesagt, das
Universum zu einem früheren Zeitpunkt wirklich sehr heiß und extrem dicht war.
Sie gingen von der völlig unlogischen Vorstellung aus, dass man noch heute die
Reste jener Glut „sehen“, gemeint ist natürlich messen, könne, da uns erst
jetzt das Licht sehr weit entfernter Teile des frühen Universums stark rotverschoben
als Mikrowellenstrahlung erreichen würde. Das Problem ist nur: Bei einer
derartigen Annahme hätte sich das Universum nach dem Urknall mit Überlichtgeschwindigkeit
ausdehnen müssen und das ist unmöglich, wenn die Lichtgeschwindigkeit absolut
ist. Ferner hätte irgend eine unbekannte Kraft dann die Expansion wieder so
abbremsen müssen, dass wir genau jetzt, wo wir die Messungen vornehmen, wieder
von dem bereits überholten Licht eingeholt werden. Man müsste also zunächst die
Naturgesetze außer Kraft setzen. Ob logisch oder nicht, Einstein hin,
Relativitätstheorie her, egal, mit diesen Argumenten ließ sich ein Urknall aus
dem Nichts konstruieren. Obwohl schon seit Jahren die Kölner Jecken: „Dreimal
null is null; blievt null!“ singen, ist diese Erkenntnis den Experten noch
nicht gekommen. Und so glauben auch tatsächlich noch heute viele Fachleuten und
die breite Öffentlichkeit, dass aus Nichts, allein durch einen Knall, ein
Universum entstehen kann. Und wehe dem, der dieses Dogma nicht anerkennt.
Es braucht auch niemanden stutzig zu machen, dass
die neueren Untersuchungen auf der Basis der Rotverschiebung darauf hindeuten,
dass das All immer schneller expandiert, je weiter die strahlenden Objekte von
uns entfernt sind. Da die Messgeräte zum Nachweis der Infrarotstrahlung immer
empfindlicher werden, lassen sich immer weiter entfernte Galaxien und Quasare
nachweisen. Da deren Licht um so stärker ermüdet, je weiter der zurückgelegte
Weg ist, muss die Rotverschiebung zwangsläufig um so ausgeprägter sein, je
weiter diese Himmelsobjekte von uns entfernt und je massereicher sie sind. Mit
der Expansionsgeschwindigkeit braucht dies gar nichts zu tun haben. Vielmehr
sagen diese Messungen aus, dass ab einer bestimmten Entfernung kein Licht mehr
bei uns ankommen kann, weil die Photonen vorher bereits zerfallen. Es ist dann
nicht möglich irgendwelche Informationen von oder über das zu bekommen, was
sich hinter dieser kritischen Entfernung, die man auch als Informationshorizont
bezeichnen könnte, befindet.
Man muss die Menschen nur entmündigen, dann können
sie auch nicht kritisieren. Denn wer glaubt schon einem Narren, obwohl der
Volksmund sagt, dass Kinder und Narren die Wahrheit sagen. Und alle Medien
machen mit, weil sie von diesen Interessengruppen kontrolliert werden. Jetzt
kann jedenfalls jeder, der diese Zeilen liest, verstehen, was freier,
kritischer und verantwortungsvoller Journalismus sowie Pressefreiheit sind,
von der im Grundgesetz garantierten Freiheit von Forschung und Lehre einmal
ganz zu schweigen!
Bevor
man also in die Zukunft schaut, sollte man erst einmal die Vergangenheit
aufarbeiten. Die Grundfragen der Menschheit haben sich im Laufe der Geschichte
und in den unterschiedlichsten Kulturen nur wenig gewandelt: Aus welchem Stoff
besteht die Welt? Was hält sie zusammen? Nach welchen Gesetzen bewegt sie sich?
Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin werden wir gehen?
Unser heutiges Bild und Verständnis der Welt ist das
Ergebnis von wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere der modernen
Physik. Die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik, die zu Beginn des
zwanzigsten Jahrhunderts entwickelt wurden, stürzten nicht nur das bis dahin
geltende Weltbild, das Newton begründet hatte, sondern dominieren seitdem sehr
erfolgreich die Ingenieurwissenschaften, behindern aber massiv biologische und
medizinische Wissenschaftsbereiche. Die Ursache ist, wie bereits weiter oben
erwähnt, in der Tatsache begründet, dass Ingenieure und Physiker in den von
ihnen zu untersuchenden Vorgängen Linearität voraussetzen. Deshalb messen
Physiker und Ingenieure bei ihren Untersuchungen eines Systems das Gleichgewicht,
kurz bevor es zusammen bricht. Die Linearität ist aber ein Sonderfall bzw. die
Ausnahme in einer aus oszillierenden Systemen bestehenden Welt, in der der
gleichgewichtsferne Zustand der Systeme die Norm ist und unseren gesamten
Kosmos so funktionieren lässt, wie er funktioniert. Aus der Sicht der modernen
Physik kann man auf dem Gebiet der Mechanik erfolgreich arbeiten, bestimmte
Funktionsabläufe erklären und auch trefflich diskutieren. Siehe auch Titel der
Einsteinausstellung in Berlin: „Albert Einstein, Ingenieur des
Universums". Diese
Art des Denkens scheitert aber zwangsläufig, wenn es sich um nichtlinear
ablaufende Vorgänge handelt. Als Beispiel möchte ich das sog. Zwillingsproblem
anführen, mit dem die Physiker das unterschiedliche Zeitmaß einzelner
Beobachter an verschiedenen Orten im Weltall zu veranschaulichen suchen. Es
wird angenommen, dass ein Zwilling mit annähernder Lichtgeschwindigkeit in
einem Raumschiff durch das All rast, während der andere Zwilling auf der Erde
bleibt. Als Folge der hohen Geschwindigkeit vergeht die Zeit im Raumschiff
entsprechend langsamer und man geht deshalb davon aus, dass dieser Zwilling,
wenn er nach vielen Erdenjahren wieder zurückkommt, einen im Vergleich zu ihm
wesentlich gealterten Zwilling antrifft. Übersehen wird bei dieser ganzen
Geschichte, dass der Mensch ein Lebewesen und keine Maschine ist. Das Beispiel
würde stimmen, wenn man z.B. einen Uhrenvergleich machen würde. Der Mensch ist
aber wie alle Lebewesen ein polyphasisches System mit einem geregelten dynamischen
Gefälle. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass das jeweilige Lebewesen seinen
Energieverbrauch mittels komplexer Steuermechanismen reguliert, um alle seine
Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. Je langsamer diese
Stoffwechselvorgänge ablaufen, um so langsamer würde der Alterungsprozess
ablaufen. Gleichzeitig würde aber auch die Körpertemperatur dieses Lebewesens
entsprechend sinken, denn die Temperatur ist grundsätzlich Ausdruck der
Bewegungsintensität von Teilchen, also auch von biochemischen Prozessen. Laut
offizieller Definition ist die Temperatur eines Körpers oder physikalischen
Systems ein Maß für die mittlere kinetische Energie je Freiheitsgrad der sich
in ungeordneter Wärmebewegung befindlichen kleinsten Bestandteile desselben.
Die Senkung der Körpertemperatur um 10 Grad Celsius führt z. B. zu einer
Verlangsamung der chemischen Prozesse um 50% und umgekehrt. Das bedeutet, dass
der Zwilling im Raumschiff sehr schnell sterben wird, während seine Uhr
entsprechend langsamer geht. Bei der Rückkehr auf die Erde, wird die Uhr zwar
wieder genau so schnell wie unsere Uhren gehen, allerdings mit etlichen Jahren
Verspätung. Der Zwilling im Raumschiff wird zwar jünger aussehen als sein
irdisches Pendant, aber er wird ihn nicht sehen, weil er tot ist. Man hätte
sich also den ganzen Aufwand sparen können, wenn man den Zwilling gleich eingefroren
hätte. So sind also nicht nur Gravitation und Geschwindigkeit, sondern auch die
Temperatur dafür verantwortlich, wie schnell die Zeit vergeht. Auch wenn
Atomuhren Zeitmessgeräte höchster Genauigkeit sind, so sind auch sie nicht
gänzlich von äußeren Faktoren unabhängig. Das beweisen allein die Uhren in den
Navigationssatteliten. Einstein hatte zwar Recht, aber seine Interpreten haben
ganz offensichtlich erhebliche Probleme.
Auch das lineare zurückrechnen auf den fiktiven
Urknall ist ein Musterbeispiel unverstandener Naturvorgänge. Man denke in
diesem Zusammenhang nur an die Treffsicherheit der Wettervorhersagen, obwohl
eine Unmenge an gesicherten Daten und entsprechende Hochleistungsrechner
zur Verfügung stehen. Trotzdem maßt man sich an, mittels linearen Rückrechnung
und keineswegs gesicherten Daten auf besagten fiktiven Urknall schließen zu
können. Hierbei handelt es sich aber nicht um Tage, wie bei der
Wettervorhersage, sondern um einen Zeitraum zwischen 15 und 20 Milliarden
Jahren, bei einer Ungenauigkeit von 5 Milliarden Jahren.
Allein dieser Tatbestand sollte zu denken geben.
Dies um so mehr, wenn man glaubt sagen zu können, dass sich 1 Sekunde nach dem
Urknall bereits Protonen und Neutronen zu den Kernen von Wasserstoff, Helium,
Lithium und Deuterium verbinden konnten. Ein Vorgang, der in jener Dichte aus
den verschiedensten Gründen völlig unmöglich gewesen wäre. Man denke nur an die
„schwarzen Löcher“. In ihnen ist im Vergleich zu den Bedingungen des fiktiven
Urknalls die Dichte ungleich geringer. In diesen „schwarzen Löchern“ kann es
bereits keine Bewegung von irgend etwas geben, da bekanntlich in einem
schwarzen Loch die Zeit still steht. Demnach würde in einem schwarzen Loch die
Temperatur den absoluten Nullpunkt erreichen, denn die Temperatur ist
grundsätzlich Ausdruck der Bewegungsintensität von Teilchen. Laut offizieller
Definition ist die Temperatur eines Körpers oder physikalischen Systems ein
Maß für die mittlere kinetische Energie je Freiheitsgrad der sich in ungeordneter
Wärmebewegung befindlichen kleinsten Bestandteile desselben. Das Pauli-Prinzip
ist in einem schwarzen Loch ebenfalls aufgehoben und Wasserstoff, Helium,
Lithium und Deuterium Atome könnte es gar nicht geben, weil die Dichte zu groß
und ein Teilchenaustausch gar nicht möglich wäre. Aber schließlich kann man
alles passend rechnen mit verheerenden Folgen für das Verständnis unserer
Welt und der Fehlinvestierung von Unsummen an Steuergeldern.
Bereits Einstein hat der Urknalltheorie kritisch gegenübergestanden.
Ihn erinnerte
die Urknall-Hypothese an religiöse Mythen. Wie sollte auch aus „Nichts“ das
Universum entstanden sein? Deshalb lehnte er diese Schlussfolgerung, die andere
aus seinen Formeln zogen, ab. Doch die falschen Propheten, vor denen schon in
der Bibel gewarnt wird, setzten sich durch und erhoben, Bedenken von Einstein
hin oder her, die Urknalltheorie zu einem Dogma: „Der Urknall schmeckt mir zu
sehr nach Religion“ soll Einstein trotzdem gesagt haben. Er vermutete, dass bei
einer genauen Betrachtung der einzelnen Bewegungen der Galaxien eine
Rückrechnung in der Zeit ergeben würde, dass sich diese Gebilde nicht in einem
Punkt treffen, sondern knapp verfehlen und aneinander vorbeifliegen würden.
Einstein glaubte also, dass das Universum zuvor bereits eine Kontraktionsphase
durchlaufen hatte und sich zur Zeit wieder in einer Gegenbewegung befinden
würde. Aber auch er unterlag als ein Opfer des linearen Denkens einem Trugschluss,
denn das Universum dehnt sich weder aus, noch zieht es sich zusammen.
Das
Universum ist aber auch nicht statisch, wie Einstein nachträglich durch Manipulieren
seiner Berechnungen beweisen wollte, indem er eine kosmologische Konstante
genau in der Größe einführte, dass das Ergebnis herauskam, welches er haben
wollte. Aber ein statisches Universum kann es nicht geben. Das lässt sich
bereits aus Newtons Schwerkrafttheorie herleiten, da die ausgewogenen
Schwerkraftverhältnisse zwischen den einzelnen Sternen bereits bei der
geringsten Positionsveränderung einzelner Himmelskörper dazu führen würden,
dass die Anziehungskräfte überhand nehmen und alles einem Zentrum zustreben und
entsprechend verdichten würde. Dies wird aber durch die spezielle Struktur
eines dynamischen Universums im Fließgleichgewicht verhindert. Das Vorgehen
Einsteins, das er später als eine Eselei bezeichnet hat, ist ein klassischer
Beweis dafür, dass man auf gewünschte Ergebnisse hinrechnen kann, auch wenn
dies nicht der Realität entspricht.
Das
Universum ist dynamisch und befindet sich in einem Fließgleichgewicht, in dem
ein elementarer Stoff, der einem gasförmigen Zustand, der unserer Atmosphäre
vergleichbar ist, das gesamte All und die Materie durchsetzt. Auch in unserer
Atmosphäre entstehen Verdichtungen und Unterdruckgebiete in Form von „Hochs“
und „Tiefs“. Durch Änderung der Rahmenbedingungen entstehen aus gasförmiger
Luftfeuchtigkeit die beiden anderen Aggregatzustände, das Wasser und das
Eis. Die Physik unterscheidet bei der Materie drei Aggregatzustände: 1.
Gasförmige Körper, 2. flüssige Körper und 3. feste Körper. Heute spricht man
lieber von gasförmigen Stoffen, amorphen Stoffen und kristallinen Stoffen. Nach
dem Selbstähnlichkeitsprinzip entstehen im Universum vergleichbar unserer
Atmosphäre, regionale Verdichtungen, die schließlich schwarze Löcher
entstehen lassen, welche sich zu Quasaren weiter entwickeln und in Form von
Jets an einem Pol Quarks und am entgegengesetzten Pol Antiquarks in das All
blasen, da die spiegelbildlich aufgebauten Antiquarks beim Ausstoß zwangsweise
eine entgegengesetzten Spin aufgeprägt und somit auch entgegengesetzte
Eigenschaften bekommen. (Auf diese Vorgänge gehe ich in meinem Buch
ausführlich ein). Die Quarks und Antiquarks verbinden sich deshalb in der
Äquatorebene des Quasars zunächst zu Quark/Antiquarkpaaren, bilden Protonen
und nihilieren sich keinesfalls, wie offiziell gelehrt wird. Dies ist auch der
Grund, warum Quarks nie einzeln vorkommen. Sie treten nur zu zweit als
Quark/Antiquark-Paare auf. So bilden auf diese Weise die Nordpol-Mono-Quarks
und die Südpol-Mono-Antiquarks den kleinstmöglichen Stabmagneten in Form eines
Quark/Antiquarkpaares. Somit wäre auch die Frage der Physiker beantwortet,
warum bisher keine Nordpol-Monopole und Südpol-Monopole gefunden wurden. Welche
ungeheueren Mengen an Energie bei dieser Verbindung freigesetzt werden, kann
man erahnen, wenn man berücksichtigt, welcher Energieaufwand nötig ist, um ein
Quark/Antiquarkpaar zu trennen. Die freiwerdenden Energiemengen lassen in der
Äquatorebene des Quasars eine ausgeprägte leuchtende Akkretionsscheibe
entstehen. Mit „fressen von Materie“, wie offiziell gelehrt wird, hat das
nichts zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. Dies muss man klar hervorheben, auch
wenn es die Physiker zur Heißglut bringt und ihnen dicke Tränen in die Augen
treibt.
Aber schon Heraklit, ein griechischer Philosoph aus Ephesus,
lehrte bereits um 500 v. Chr., dass die Welt aus dem ewigen Wandel der Dinge
besteht: „Es gibt nichts Bleibendes, weder in den einzelnen Dingen, noch in
ihrem Gesamtbestande“. Gleichzeitig vertrat er die Ansicht, dass der Gegensatz
das Prinzip allen Werdens ist. „Der Widerstreit ist der Vater aller Dinge.“
Heraklit fasste seine Erkenntnisse in der Feststellung zusammen: „Panta rhei!
Alles fließt, nichts besteht, noch bleibt es je dasselbe.“ Dieses Grundverständnis
allen Seins führte zu seinem weltberühmten Ausspruch: „Wir können nicht zweimal
in den selben Fluss steigen, denn neue und immer neue Gewässer strömen ihm zu.“
Es ist auch physikalisch
nicht zu erklären, wie gerade an den Polen, an denen das Magnetfeld dem Inneren
des schwarzen Loches zustrebt, stark gebündelte Jetströme von der Materie
wieder in das All gegen die massive Schwerkraft und gegen das Magnetfeld
geblasen werden sollen, wo man doch vielmehr erwarten müsste, dass eben diese
Materie dem Magnetfeld und der Schwerkraft folgend in das Innere des schwarzen
Loches gezogen wird. Wie und durch welche Kraft sollen die nach der Theorie
zuvor an irgendeiner Stelle von dem schwarzen Loch eingefangenen und zunächst
willkürlich verteilten Materiepartikel wieder zu Jets gebündelt und verdichtet
mit annähernder Lichtgeschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung in das All
geblasen werden?
Durch Änderung des Aggregatzustandes entstehen
vielmehr an der Grenzfläche dieser schwarzen Löcher unter extremen Druck- und
Temperaturbedingungen kleinste kristalline Gebilde, die sich an der Oberfläche
der massiven schwarzen Löcher auf Grund der hohen Rotationsgeschwindigkeit
nicht mehr anlagern können, die Vorstufen der Quarks. (Auch hier muss ich auf die Ausführungen in meinem Buch verweisen). Diese
Quarks werden zu einem späteren Zeitpunkt in den Atomkernen die sog. Atomhülle
aus elektrischen und magnetischen Feldern entstehen lassen, während die
Schwerkraft von dem Elementarstoff, Äther oder wie auch immer man diese
Teilchen bezeichnen will, gebildet wird. Die starke Wechselwirkung und die
schwache Wechselwirkung sind Fehlinterpretationen. Sie wurden von den
Physikern eingeführt, um bestimmte subatomare Prozesse mathematisch zu
beschreiben.
Die Protonen bilden schließlich alle Atome aus
denen sich später die Galaxien mit ihren Sternen aufbauen. Dies ist auch der
Grund, weshalb jede Galaxie in ihrem Zentrum ein gigantisches schwarzes Loch
beherbergt, das entweder noch in der Form eines Quasars aktiv ist oder wieder
zu einem schwarzen Loch erloschen ist. In beiden Fällen frisst es jedoch keine
Sterne. Vielmehr „schmiedet“ oder „schmiedete“ es die Bausteine für die Sterne,
stabilisiert durch seine Schwerkraft die gesamte Galaxie und wechselwirkt mit
anderen Galaxien. Sie sind also auch für das gesamte Aussehen des Universums
verantwortlich. Da ein derartiges schwarzes Loch den Drehimpuls seines ungleich
größeren Vorgängerstadiums beibehält, besitzt es eine extrem hohe Rotationsgeschwindigkeit,
vergleichbar dem Eisläufer, der die Rotationsgeschwindigkeit während seiner
Pirouette dadurch variiert, das er seine Arme an den Körper anlegt oder
seitlich wegstreckt. Auf diese Weise bildet das schwarze Loch einen so starken
Magnetmantel um sich herum, dass es einem Stern unmöglich ist, ihn zu
durchdringen und in das schwarze Loch zu stürzen.
Seit 1998 kennt man sog. Magnetare, die man als
ultraschnelle Dynamos im All versteht und die gigantische Magnetfelder
aufbauen. Sie zählen zu einer Unterklasse der Neutronensterne und lassen ahnen,
welche Stärke erst die Magnetfelder von schwarzen Löchern im Zentrum der
Galaxien haben. Nach dem Selbstähnlichkeitsprinzip, das aus der
Chaosforschung bekannt ist, kann man die Vorgänge mit der Änderung des
Aggregatzustandes von gasförmigen Wassermolekülen, zu Wasser und zu Eis
vergleichen und die Magnethülle um das schwarze Loch mit der „starken Kraft“
oder, wie man heute besser sagt, mit der starken Wechselwirkung zwischen Atomkernen,
Nukleonen und ihren Unterstrukturen. Dieser „Wall“, den die starke Wechselwirkung
um den Atomkern bildet, kann nur unter extrem hohen Energieaufwand von einem
Elementarteilchen, z. B. einem zusätzlichen Quark, durchbrochen werden.
Entsprechend den sich stetig ändernden Rahmenbedingungen im Universum, werden
zu gegebener Zeit die schwarzen Löcher samt ihrer Sterne wieder in den weiter
oben beschriebenen Elementarstoff zerfallen, aus dem sich irgendwann neue
schwarze Löcher, Quasare und Galaxien bilden werden. Das Universum ist folglich
dauerhaft und in einem steten Wandel. Das ist auch der Grund, warum das
Universum im großen Maßstab so gleichförmig und nicht wie nach einer Supernova
- Explosion aussieht. Vielmehr gleicht das Universum dem Aufbau eines Schwammes,
einer Struktur, die man z. B. im Inneren der Knochen wieder findet und die bei
geringem Materialaufwand eine stark belastbare und elastische Konstruktion
ist, die auf Zug und Druck durch entsprechend Umstrukturierung reagiert. Auch
hier wieder das bereits erwähnte Selbstähnlichkeitsprinzip. Auch die sogenannte
Hintergrundstrahlung, die als Indiz für einen Urknall angeführt wird, ist
nichts anderes, als die äußerst energiearme Reststrahlung ferner Galaxien. Sie
ist der Rest jener Strahlung aus dem All, die unseren Himmel rund um die Uhr
gleißend hell erstrahlen lassen würde, wie im Olbersschen Paradoxon für ein
unendliches Universum gefordert, wenn das Licht nicht ermüden würde. So gibt
das Restlicht, das uns gerade noch erreicht, nur noch die Grundstruktur des
Universums wider, das uns umgibt. Dies ist auch der Grund, weshalb das
Hintergrundrauschen nicht 100% gleichmäßig ist. Vielmehr zeigen die
Auswertungen der Satteliten COBE eine schwammartige Anordnung von Galaxien,
deren Licht uns noch in Form von sog. „Hot Spots“ erreicht. Mit einer
Reststrahlung eines fiktiven Urknalls hat das nichts zu tun.
Die
bisherigen Ausführungen zeigen, dass die Evolution der Materie zwar extrem
hohen Druck und extrem heiße Regionen voraussetzt, dass dazu aber kein Urknall
notwendig ist. Ferner lässt sich nachvollziehen, warum das Universum
einerseits, im großen Maßstab gesehen, so erstaunlich gleichförmig ist,
anderseits trotz aller Homogenität regionale Unregelmäßigkeiten in Form von
Stern- und Galaxienansammlungen aufweist. Auch die Tatsache, dass das All von
allen Punkten des Raumes und aus allen Richtungen gleich und nicht wie nach
einer Supernova-Explosion aussieht, spricht gegen die Urknalltheorie.
Aus dem bisher geschilderten Sachverhalten ergibt
sich, dass der Kosmos von einem Medium aus einem Elementarstoff erfüllt ist,
den man bisher nur indirekt nachweisen kann. Diese gasförmigen
Elementarstoffteilchen verhalten sich wie die Gase unserer Atmosphäre und
können auf Grund ihrer geradlinigen und/oder krummlinigen Bewegungen alles
erzeugen und zerstören, was im Universum zu beobachten ist. Das ist das
Geheimnis der Weltformel, nach der die Physiker so lange vergeblich suchen
werden, so lange sie nicht akzeptieren, dass der Kosmos von oszillierenden
Systemen aufgebaut, erhalten und zerstört wird. Denn auch das lehrt die
Chaosforschung: Jedes System bewegt sich zwischen zwei Größen um einen
Idealwert, vergleichbar einem Pendel. Werden diese Grenzwerte über oder
unterschritten, wird das System chaotisch und es wird etwas Neues entstehen.
Ist diese System hinreichend stabil, so wird es sich durchsetzen, wenn nicht,
verschwindet es. Dies ist auch das Grundprinzip der Evolution.
Schon der Hinduismus geht in seinem Weltverständnis
von der Trinität Brahma, Vishnu und Shiva aus. Brahma ist der Schöpfer aller
Dinge. Im indischen wird er auch als Vishna-Karman, der „Große Architekt“
bezeichnet, der nach einem Ur-Plan vergangene, gegenwärtige und zukünftige
Welten entstehen und vergehen lässt. Nur wenn das Alte vergeht, kann Neues
entstehen. Aus diesem Grunde versucht Gott Vishnu das Geschaffene zu erhalten
und Gott Shiva versucht alles zu zerstören. So gilt Vishnu als der Erhalter,
während Shiva als der Zerstörer angesehen wird. Da diese beiden Götter
entgegengesetzte Funktionen haben, also wechselwirken, kann keiner ohne den
anderen sein. Ein Gott dieser Trinität bedingt die beiden anderen. Brahma ist
weder Vishnu noch Shiva. Vishnu ist weder Brahma noch Shiva und Shiva ist weder
Brahma noch Vishnu. Alle drei bilden jedoch eine funktionelle Einheit. Aus
diesem Verständnis der Wechselwirkungen, entwickelten die Inder die Lehre von
den Zyklen des Kosmos und allen Seins. Hier finden wir das Analogon zu der
christlichen Lehre von Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger-Geist. Der christliche Gott würde
nach diesem Verständnis als Allegorie dem Elementarstoff, der Sohn Gottes der
kristallinen, festen Form dieses Stoffes, den Quarks, und der Heiliger Geist
den Feldern = Information entsprechen.
Die
Trinität finden wir auch in verschiedenen anderen Kulturkreisen wieder. So
kannten z. B. die alten Ägypter Osiris, Isis und Horus und bei den Germanen
findet man die Dreiersymbolik in ihren Runen wieder, einer Schrift, deren
Zeichen sowohl Buchstaben wie Symbole darstellen. Diese Schrift soll von dem
mythischen König Odin persönlich eingeführt worden sein.
Aus dieser
Sicht ist das kosmische Geschehen wie die gesamte Evolution auf unserer Erde
als die Folge einer ständigen Wechselwirkung von Urstoffteilchen, die sich
bis heute nur indirekt über ihre Wirkung nachweisen lassen, und der Materie zu
verstehen.
Es ist sehr
wahrscheinlich, dass es sich bei diesen Urstoffteilchen um die gleiche
Substanz handelt, die von den Astrophysikern als dunkle Materie postuliert wird
und von Newton als „Äther“ bezeichnet wurde. Allerdings hat man bis heute
keine Vorstellung, was diese dunkle Materie eigentlich ist und wie man sie sich
vorstellen soll. Einige Wissenschaftler sprechen von WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles). Von entscheidender
Bedeutung ist, dass sich diese WIMPs (Urstoffteilchen, Elementarpartikel oder
Apeiron, wie sie Anaximandros nannte) unserer Atmosphäre vergleichbar, in einer
dauerhaften, räumlichen und ungleichmäßigen Bewegung befinden. An dieser Stelle
ist wichtig darauf hinzuweisen, dass im Laufe der Zeit unterschiedlichste
Forscher und Experimentatoren mit unterschiedlichstem Wissensstand Beobachtungen
gemacht und Versuche durchgeführt haben, die aus ihrem jeweiligen
Erkenntnisstand heraus zu Interpretationen geführt haben, auf welchen unsere
heutige Lehrmeinung basiert, obwohl zahlreiche dieser Interpretationen auf
Grund unseres heutigen Wissensstandes nicht mehr zu halten sind. So wurde
beispielsweise das Michelson-Experiment dazu benutzt, die Äthertheorie zu widerlegen.
Das Ergebnis dieses Experimentes wurde dahingehend gedeutet, dass es keinen
Äther geben kann. Das von Michelson durchgeführte Experiment beweist dagegen
nach dem heutigen Wissensstand, dass die Lichtgeschwindigkeit, wie Einstein
17 Jahre später bestätigte, absolut ist und schließt einen wie auch immer
gearteten Äther keinesfalls aus. Leider verkünden heute noch immer sog.
Experten, die voneinander abschreiben oder eine bestimmte Theorie nicht
aufgeben wollen, das Gegenteil. Dabei impliziert die Tatsache, dass die
Lichtgeschwindigkeit endlich, aber im Vakuum höher als z. B. im Wasser ist,
dass sich das Licht durch ein Medium bewegen muss, eben diesen Äther.
Schließlich ist auch die Schallgeschwindigkeit abhängig von dem jeweiligen Ausbreitungsmedium
und innerhalb dieses jeweils spezifischen Mediums auch konstant schnell. Gäbe
es im All kein Medium, gäbe es auch keine absolute Lichtgeschwindigkeit! Wer
oder was sollte auf die Photonen wirken und sie alle gleich schnell durch das
All fliegen lassen, also ihre Geschwindigkeit regulieren?
Der irische Physiker FitzGerald und der holländische
Physiker Hendrik hielten schon zur damaligen Zeit den Äther trotz allem
weiterhin für eine reale Substanz, obwohl er sich durch das Michelson-Experiment
nicht nachweisen ließ. Auch Einstein leugnete zu dieser Zeit den Äther nicht,
sondern vertrat die Ansicht, dass sich der Begriff des Äthers erübrige, wenn
man nicht feststellen könne, ob man sich durch den Raum bewege oder nicht. Für
andere Fragestellungen ist es aber schon von Bedeutung, ob es den Äther in Form
eines „Urstoffes“ gibt oder nicht. So hatte bereits Newton darauf hingewiesen,
dass Fernwirkungen ohne ein Medium unmöglich sind. Er stellte fest: „Dass ein
Körper von Ferne auf einen anderen durch den leeren Raum einwirken könne, ohne
die Vermittlung von etwas, dank dessen oder vermittels dessen die Wirkung oder
Kraft von einem Körper auf den anderen befördert werden kann, ist für mich
eine derartige Absurdität, dass ich nicht glaube, ein Mensch mit wirklicher
Befähigung in philosophischen Dingen könnte sie sich zu eigen machen.“
Da es aber aus heutiger Sicht den Äther nicht mehr
geben darf, wird das Kind umbenannt und man spricht z. B. von Quantenschaum,
virtuellen Teilchen, dunkler Materie, dunkler Energie oder Superstrings u. a..
Es muss schlimm um eine Theorie bestellt sein, wenn man gezwungen ist, zu
derart abstrakten Begriffen Zuflucht zu nehmen, damit ihre Vertreter nicht bei
gezielten Fragen in Erklärungsnöte kommen. Man muss die Urstoffteilchen und die
Materie als einen Teil derselben kosmischen Wirklichkeit verstehen, da sie
miteinander wechselwirken, sich also „erkennen“. Aus diesem Grunde sind auch
die Sterne nicht wahllos über den Kosmos verteilt, sondern werden von stehenden
Wellen aus WIMPs, entsprechend den jeweiligen Druck- und Zugbedingungen
positioniert. Das ZDF brachte 1991 eine interessante Sendung von Reinhard
Eichelbeck über Hans Jenni und die Kymatik, ohne jedoch auf diese Problematik,
die diese Vorgänge eindrucksvoll darstellte, näher einzugehen.
Die Himmelsobjekte haben nicht nur eine individuelle
unterschiedliche Größe, sondern sind auch streng in Hierarchien geordnet. So
kreisen Monde um Planeten, Planeten umrunden die Sterne, Sterne sind in der
Form von Galaxien zusammengefasst, Galaxien bilden gigantische Haufen, die
wiederum so angeordnet sind, dass die Struktur eines Schwammes zu erkennen ist.
Die Einblicke in die Tiefen des Universums zeigen, dass sich alles selbstähnlich
abbildet, wiederholt und verhält. Dem Aufbau und den Funktionen des Kosmos muss
folglich eine grundlegende Gesetzmäßigkeit eigen sein. Durch blinden Zufall
sind diese Erscheinungsformen und Wechselwirkungen im Kosmos nicht zu
erklären. Wenn man von der Voraussetzung ausgeht, dass die Naturgesetze im
gesamten Kosmos Geltung haben und durchgängig im subatomaren Bereich ebenso
gelten wie in kosmischen Maßstäben, dann muss es möglich sein, auf Grund
dieser Gesetze den Kosmos und seine Wechselwirkungen zu verstehen. Nach den
Gesetzen der Logik kann sich der Makrokosmos nur aus dem Mikrokosmos aufbauen.
Da der Makrokosmos nachweislich in steter Wechselwirkung mit dem Mikrokosmos
steht, müssen die Naturgesetze generelle Gültigkeit haben. Aus diesem Grunde
muss es auch möglich sein, etwas über Vorgänge und Wechselwirkungen auszusagen,
die der Beobachtung nur bedingt oder gar nicht zugänglich sind.
Aus diesem
Grunde ist es ratsam sich einmal bewusst zu machen, von welchem Wissensstand
man damals ausging und was so mancher „Experte“, trotz der unstrittig großen
Erfolge dieser Theorien auf dem Gebiet der Mechanik, alles in die Feldgleichungen
hineininterpretiert hat. Deshalb ist es wichtig, dass man sich darüber im
Klaren ist, dass es sehr verschiedene Fachgebiete gibt, die sich hinsichtlich
ihrer Methoden und ihrer z.T. sehr speziellen und spezifischen Erkenntnisziele
deutlich unterscheiden. Darum lassen sich sehr spezielle mathematische
Ergebnisse zur Lösung ganz spezieller Probleme nicht willkürlich extrapolieren
oder verallgemeinern. Spätestens, wenn nach einem derartigen Vorgehen die
menschlichen Erfahrungen mit den neu konstruierten Theorien nicht in
Einklang zu bringen sind, sollte man die Ergebnisse kritisch hinterfragen und
nicht dreist behaupten, dass ein gewöhnlich Sterblicher seinen Sinnen, seiner
Vorstellungskraft und seiner Erfahrung nicht mehr trauen darf, sobald es um
subatomare oder kosmische Größenordnungen geht. Ich halte es deshalb mit dem
bekannten englischen Physiker Lord Kelvin, der die Ansicht vertrat: „Ich bin
erst zufrieden, wenn ich von dem zu untersuchenden Gegenstand ein mechanisches
Modell entworfen habe. Gelingt mir das, habe ich die betreffende Erscheinung
verstanden, sonst nicht.“ Ende des Zitates.
Der
Gedanke, dass man bestimmte Versuchsergebnisse nicht richtig verstanden oder
falsch interpretiert hat, dieser Gedanke kommt den meinungsbildenden und
medienbeherrschenden Experten nicht. Einmal davon abgesehen, dass diese Art
der Argumentation eine ungeheuerliche Anmaßung ist, widerlegt man sich
zugleich selbst. So sind die gesamten Erhaltungssätze in der Physik aus
Erfahrungen entwickelt worden. Man denke nur an die Hauptsätze der Wärmelehre.
Sie gelten im großen wie im kleinen Maßstab und werden sehr erfolgreich
angewendet. Wie soll man ihnen aber trauen, wenn man im ganz großen Maßstab und
im subatomaren Bereich keinem Sterblichen trauen darf? Auf die Idee, dass man
durch falsche Vorgehensweise und unverstandene Sachverhalte zu Trugschlüssen
gekommen war, durfte und darf niemand kommen, wenn er nicht seine wissenschaftliche
Reputation oder gar seine berufliche Existenz aufs Spiel setzen wollte. Die
moderne Form der Inquisition lässt grüßen!
In der modernen Physik gilt z.B. die Lehre, dass die
physikalischen Größen, die ein Objekt besitzt, kontextabhängig sind. Das
heißt, sie hängen von der Messsituation ab, so dass sie dem Objekt nicht
unabhängig vom Messgerät und dem Akt des Messens zugeordnet werden können. Aus
dieser These erwächst Bohrs berühmtes Prinzip der Komplementarität, das
besagt, dass es von der Messsituation und nicht nur vom Objekt selbst abhängt,
ob das Objekt z. B. Welleneigenschaften oder Teilcheneigenschaften zeigt. Mit
anderen Worten: Die Heisenbergsche Unschärferelation ist nach dieser Ansicht
eine immanente Eigenschaft der Natur. Der Beobachter, das Messgerät und das zu
messende System bilden nach dieser Definition ein Ganzes, das nicht geteilt
werden kann. Diese Feststellung besagt aber nichts anderes, als dass die
Physiker ein Messproblem haben. Nicht mehr und nicht weniger. Das bedeutet
wiederum, dass mikrophysikalische Vorgänge von den Untersuchern nicht exakt
messbar und somit nicht voll objektivierbar sind, da bereits jede Beobachtung
ein Eingriff in den Ablauf des Geschehens ist. Man gesteht also ein, dass man
bestimmte Vorgänge in der Natur zur Zeit nicht objektiv messen und beschreiben
kann. Diese Feststellung wird aber in Hinblick auf ihre Konsequenzen völlig
ignoriert. Wie sonst sollte man erklären, dass das Problem der Kausalität seit
dieser Zeit völlig zu Unrecht neu diskutiert wird und warum man der Ansicht
ist, dass Kausalität im mikrophysikalischen Bereich durch statistische
Wahrscheinlichkeit ersetzt werden müsse. Tatsache aber ist, dass die Physiker
zur Zeit nicht in der Lage sind, alles so exakt zu messen, wie es nun einmal in
der Natur vor sich geht. Folglich können auch die Mathematiker derartige Dinge
nicht so exakt beschreiben, wie es für eine Beschreibung der Realität notwendig
ist. Wer wissen will, was die Welt zusammen hält, der darf sich nicht auf die
Mathematik allein verlassen. Ein Mathematiker rechnet mit den vorgegebenen
Werten: „Wenn ® dann“. Wenn aber das „Wenn“
nicht stimmt, wenn er also von einer falschen Vorgabe oder Voraussetzung ausgeht,
dann kann das Ergebnis auch nicht richtig sein. Egal wie kompliziert oder
einfach der Rechenvorgang war. Die Mathematiker halfen jedoch den Physikern
insofern aus der Klemme, als sie mittels der Statistik Näherungswerte und Wahrscheinlichkeiten
errechnen, mit denen die Physiker sehr erfolgreich arbeiten können. Dieser
Tatsache haben wir unseren heutigen Stand der Technik und direkt davon abhängig
unseren Lebensstandart zu verdanken. Diese Hilfsdienste der Mathematiker darf
man aber nicht dazu missbrauchen, ein mathematisches Weltbild zu propagieren,
das mit der Realität nichts zu tun hat.
In der klassischen Physik ist der Raum ein
grundlegender Begriff. Man versteht darunter vor allem die Ausdehnung und das
Nebeneinanderbestehen materieller Dinge, ihre Lage zueinander und ihre Abstände
voneinander. Trotzdem gilt allgemein, dass der reale Raum unserer Anschauung
dreidimensional ist, d.h. durch jeden Raumpunkt lassen sich genau drei senkrecht
zueinander verlaufende Koordinatenachsen legen. In der Mathematik versteht man
aber folgerichtig unter Raum jede mit einer bestimmten Struktur versehene
Menge x von Elementen.
Ausgehend von diesem mathematischen Raumverständnis gelangt man vom
dreidimensionalen Raum R3 zum n-dimensionalen euklidischen Raum Rn,
wenn man als Menge x die Menge aller n-tupel (x1,
x2, ....., xn) reeller Zahlen zu Grunde legt und
jedes n-tupel mit einem Punkt P des Raumes identifiziert. Auch in diesem Falle
bezeichnen Mathematiker x1, x2, ......, xn
als Koordinaten des Punktes P. Das ist aber der entscheidende Unterschied zu
dem, was fälschlich als Anschauungsraum bezeichnet wird. Die Anzahl der zur
Beschreibung eines beliebigen Punktes notwendigen Koordinaten bestimmen die
Dimension dieses von den Mathematikern definierten Raumes. Die Bewegung von
materiellen Körpern oder Teilchen geht im Raum vor sich und ist mit Ortsveränderungen
in ihm verbunden. Um die Aufeinanderfolge und Dauer der materiellen Prozesse
und Bewegungsabläufe beschreiben zu können, benötigt man einen weiteren
ordnenden Parameter, die Zeit, d. h. man vergleicht die Dauer eines Vorganges
mit einem gleichmäßig und zyklisch ablaufenden anderen Vorgang, z. B. einem
Sekundenpendel, als Eichgröße. Der Mathematiker arbeitet also mit physikalischen
Größen, um Aussagen über einen physikalischen Sachverhalt, ein physikalisches
System bzw. Objekt oder eine physikalische Erscheinung machen zu können. Um
aber entsprechende mathematische Operationen durchführen zu können, benötigt
der Mathematiker auch genormte Bezugspunkte, um die Lage, die Position oder die
Bewegung, z. B. eines Körpers, berechnen zu können, denn Lage, Position oder
Bewegung wird immer relativ zu etwas angegeben. So wurde zunächst für
Entfernungen das metrische System und für die Bewegung die Sekunde eingeführt.
Die speziellen Längen 1 Meter, 1 Lichtjahr oder der Abstand Erde - Sonne sind
z.B. Größen der Größenart Länge, die speziellen Zeiten 1 Sekunde, 1 Minute, 1
Stunde u.s.w. sind Größen der Größenart Zeit. Eine Größenart bezeichnet man
auch als Dimension.
Die mathematischen Operationen der
speziellen Relativitätstheorie, die Einstein 1905 veröffentlichte, ergaben,
dass weder auf der Erde, noch im Universum etwas zu finden ist, das sich als
absoluter Bezugspunkt eignete. Die Physiker und Mathematiker hatten also nun
ein Problem mit der Eichung. Einstein folgerte, wenn aus seinen Gleichungen
zweifelsfrei hervorgeht, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant und unabhängig
von der Bewegung eines Beobachters ist, dann muss die Forderung der
klassischen Physik, dass Raum und Zeit absolute Größen sind, falsch sein. Wenn
das Licht nicht schneller werden kann, dann musste nach seiner Überzeugung
entweder der Raum schrumpfen (heute bezeichnet man diesen Effekt als
Lorentz-Kontraktion) oder eine Dehnung der Zeit, eine sog. Zeitdilatation stattfinden.
Dies war jedoch ein gravierender Trugschluss, der trotz allem zu richtigen und
weitreichende Konsequenzen führte.
Einerseits ist die Lichtgeschwindigkeit ein
Maß für den zurückgelegte Weg pro Zeit. Das ist unstrittig. Andererseits soll
durch die Dilatation eine Anpassung der Zeit an den längeren Weg erfolgen, den
ein Körper relativ zu einem anderen zurücklegt. Das ist der entscheidende
Trugschluss. Die Sekunde, als Eichgröße für die Messung von Geschwindigkeiten
und Beschleunigungen ist nämlich definiert durch das sog. Sekundenpendel und
entspricht der halben Schwingungsdauer eines 0,994 m langen Fadenpendels auf
der Erde bei einer mittleren Fallgeschwindigkeit von g = 9,81 m/s2.
Das bedeutet aber, dass eine Sekunde entsprechend länger oder kürzer ist, wenn
sich die Fallgeschwindigkeit, also die Anziehungskraft, ändert. Deshalb dauert
auf der Sonne und den Planeten eine Sekunde jeweils unterschiedlich lang. Es
sind also die Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie lang eine Sekunde dauert.
Im Internationalen Einheitssystem wird heute die Sekunde als das 9 192 631
770fache der Periodendauer der Strahlung definiert, die dem Übergang zwischen
den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des
Nuklids 133Cs entspricht.
Auch diese Definition gilt ausschließlich für unseren Planeten, wie
schon aus der Definition des Sekundenpendels weiter oben zu ersehen ist. Würde
z. B. die Zeitmessung der Navigationssatteliten nicht mit der irdischen Zeit
abgeglichen, so wären sie völlig unbrauchbar. Schon die Abweichung um 1/1000
Sekunde würde zu einer Abweichung von 300 km führen. Obwohl also die Uhren auf
den Satteliten oder anderen Objekten im All anders als auf der Erde gehen,
können wir ihre Entfernungen und Geschwindigkeiten, mit denen sie sich durch
das All bewegen, exakt berechnen, denn die Dauer einer Sekunde ist eben
ausschließlich auf den jeweiligen zu untersuchenden Objekten entweder länger
oder kürzer. Sie haben keinen Einfluss auf die Zeitmessung des Beobachters auf
einem anderen Himmelskörper.
Wir brauchen folglich gar keinen absoluten
Ruhepunkt als Bezugssystem für unsere Berechnungen, wenn wir grundsätzlich die
Sekundendauer auf unserer Erde als Eichgröße für das gesamte Universum
festlegen. Probleme bekommt lediglich ein Beobachter, der von einem Objekt eine
Zeitmessung vornimmt, auf dem eben die Dauer einer Sekunde nicht gleich der
Sekunde auf unserem Planeten ist, sofern er seine Daten nicht mit den unsrigen
vergleicht. Ansonsten bekommt er aus seiner Sicht genau so exakte Berechnungen
für seinen Bedarf, wie wir Erdenbürger für unsere Bedürfnisse. Der Natur ist es
gleich von wo aus und unter welchen Bedingungen man ihre Aktivitäten zu
beschreiben versucht. „Sie weiß, wo es lang geht“ und lässt das Universum so
funktionieren wie es funktioniert, unabhängig davon, ob wir das beobachten,
verstehen oder berechnen können oder nicht. Es handelt sich also nicht um ein
Problem der Natur, sondern ein Problem der Leute, die messen und mathematisch
beschreiben wollten bzw. wollen, was in der Natur geschieht und der Ingenieure,
die die technische Entwicklung voranzutreiben versuchen.
Raum und Zeit sind nichts, was für sich selbst
besteht. Sie sind kein Objekt sondern ein Modell oder eine Anschauungsform
unseres Gehirns, um das Objekt oder Subjekt unserer Wahrnehmung in eine
bestimmte Ordnung zu bringen und Ereignisse der Vergangenheit, Gegenwart oder
Zukunft zuzuordnen.
Als schließlich die analytische Geometrie in die
Mathematik Eingang fand, kam ihr gleich eine entscheidende Rolle bei der Lösung
bestimmter Probleme zu, da sie die Begriffe der Analysis, das sind die
numerischen Beziehungen und der Geometrie, den räumlichen Beziehungen,
miteinander in Einklang brachte. Die Untersuchung der nichteuklidischen
Geometrie und der Geometrie von Räumen mit mehr als drei Dimensionen wäre ohne
den analytischen Ansatz nicht möglich gewesen. Analog haben die Methoden der
analytischen Geometrie die geometrische Darstellung von Zahlen und
algebraischen Ausdrücken ermöglicht. So ist es zwar eine richtige Vorgehensweise, wenn
man errechneten Zahlen Punkte zuordnet, also sozusagen Algebra in Geometrie
transformiert, doch muss man sich auch jederzeit darüber im Klaren sein, was
mathematisch möglich ist, um mit entsprechenden Werten sinnvoll operieren zu
können und was der Realität entspricht. Durch Koordinaten lassen sich die
errechneten Zahlen optisch darstellen. Diesen Sachverhalt machte man sich z.
B. auch bei der Interpretation von Einsteins Relativitätstheorie zu Nutze.
Der reale Raum unserer Anschauung wird seit Euklid als dreidimensional
bezeichnet, d.h. durch jeden Raumpunkt lassen sich genau drei senkrecht
zueinander verlaufende Koordinatenachsen legen. Auf diese Weise kann die Lage von
Punkten im Raum mit Hilfe von diesen drei Achsen angegeben werden. In der analytischen
Geometrie, einem Zweig der Geometrie, werden dagegen Geraden, Kurven und
geometrische Figuren durch numerische und algebraische Ausdrücke mit Hilfe
einer Menge von Achsen und Koordinaten dargestellt.
So zeigte um 1860 der deutsche Mathematiker Georg
Friedrich Bernhard Riemann, dass eine Geometrie auch ohne Parallelen möglich
ist. Bei der Riemannschen oder elliptischen nichteuklidischen Geometrie liegen
die Punkte auf der Oberfläche einer Kugel, in der die Geraden zu Großkreisen
werden. Bei vergleichbar kleinen Abständen sind euklidische und
nichteuklidische Geometrien im Wesentlichen äquivalent. Hat man es jedoch mit
Abständen im Weltraum oder mit Problemen der modernen Physik wie der
Relativitätstheorie und der Theorie der Wellenstrahlung zu tun, beschreiben
die nichteuklidischen Geometrien die beobachteten Phänomene genauer als
die euklidische. Deshalb hat die hauptsächlich von Albert Einstein entwickelte
Relativitätstheorie die Riemannsche Geometrie des gekrümmten Raumes zur
Grundlage und so kam es zu der Vorstellung, dass ein massereicher Körper die
Raumzeit krümmt und dadurch die Bahnen von Objekten in seiner Nachbarschaft
beeinflusst. Nach Einsteins Überzeugung fällt z.B. ein horizontal geworfener
Ball nicht deshalb auf die Erde zurück, weil ihn die Schwerkraft von seiner
geraden Bahn ablenkt, sondern weil er den kürzestmöglichen Weg entlang der
gekrümmten Raumoberfläche zurücklegt. Aus der Sicht der Mathematiker wird
der Flug des Balles korrekt beschrieben. Die mathematische Operation sagt
aber nichts über die Ursachen, also warum der Ball so und nicht anders fliegt
aus. Es handelt sich auch hier um eine mathematische Vorgehensweise zur Lösung
eines Problems und das Ergebnis ist von den jeweiligen Vorgaben abhängig. In
der Realität fragt man sich unwillkürlich, was wohl den Raum begrenzt, damit er
sich auch krümmen kann? Auf
Grund dieser Vorgehensweise der Mathematiker wurde den Menschen nun eingeredet,
dass der sog. dreidimensionale Raum, der seit Euklid als der Raum unserer
Anschauung galt, plötzlich gekrümmt und vierdimensional wurde. Hier ist
festzuhalten, dass eine Dimension ganz allgemein als eine Ausdehnung, ein Maß
oder ein Bereich verstanden wird. Geometrische Gebilde sind deshalb dreidimensional,
weil mathematisch eine Gerade als 1 Dimension, eine Ebene als 2 Dimensionen
und der Raum als 3 Dimensionen (Länge, Höhe, Breite) definiert werden.
In der Realität, also der Wirklichkeit, nimmt
ein Betrachter einen Raum als solchen gar nicht wahr. Er sieht nur
unterschiedlich weit entfernte Objekte oder Begrenzungen, die er geistig in
Verbindung bringt. Dies ist auch der Grund, warum man Betrachter von Bildern
durch geeignete Verzeichnungen von Perspektiven täuschen kann, denn der Mensch
geht von seinen Sehgewohnheiten aus und erkennt deshalb die Täuschung nicht.
Ein dreidimensionaler Raum ist für ihn folglich nur dann eine sinnlich erfahrbare
Wirklichkeit, wenn er sich z. B. in einem Gebäude aufhält. Deshalb definierte
bereits v. Leibnitz den Raum ganz allgemein durch die in ihm enthaltenen
Körper. Wir wissen heute, dass Kinder etwa 12 Jahren brauchen, bis sie
Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einschätzen können. Sie müssen also
allmählich lernen Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen.
Bei dem, was wir als unseren Anschauungsraum bezeichnen, handelt es sich
folglich um das Ergebnis eines Lernprozesses. Leibniz hatte schon früh
erkannt, dass Raum und Zeit nur theoretische Ordnungsbegriffe sind. Deshalb
warf er Newton vor, dass dieser Zeit und Raum zu Idolen gemacht habe, die er
als absolut und ewig betrachte, obwohl sie in Wahrheit Phantasieprodukte sind.
Um es noch einmal zu betonen: Raum und Zeit sind nichts, was für sich selbst
besteht. Sie sind nichts Stoffliches, sondern ein Modell oder eine Anschauungsform
des Gehirns des jeweiligen Lebewesens, um das Objekt oder Subjekt seiner
Wahrnehmung in eine bestimmte Ordnung zu bringen. Beim Menschen entstand
schließlich ein geistiges Ordnungssystem, das zwischen Gegenwart, Vergangenheit
und Zukunft unterscheiden kann.
Max Planck war fasziniert von den revolutionären
neuen Gedanken der Relativitätstheorie. Trotzdem wusste auch er sehr wohl
zwischen Realität und Abstraktion zu unterscheiden. Im Frühjahr 1909 hielt er
Gastvorträge über theoretische Physik an der Columbia University in New York
und machte hier, wie er sich ausdrückte „Propaganda für das Relativitätsprinzip”.
Dabei stellte er fest: „Die neue Auffassung von Raum und Zeit stelle an die
Abstraktionsfähigkeit und die Vorstellungskraft des Physikers die
allerhöchsten Anforderungen und übertreffe an Kühnheit wohl alles, was bisher
in der spekulativen Naturforschung, ja in der philosophischen
Erkenntnistheorie geleistet worden sei.“ Man beachte: Max Planck spricht von
der Abstraktionsfähigkeit und die Vorstellungskraft des Physikers. Kein Wort in
Bezug auf die Realität.
Man muss deshalb schon sehr unkritisch,
autoritätsgläubig und/oder karrierebeflissen sein, wenn man seiner eigenen
Anschauung weniger glaubt, als den modernen Gurus.
Wir haben es bei der Interpretation von
Versuchsergebnissen durch die moderne Physik mit den gleichen Trugschlüssen zu
tun, denen schon so mancher alte griechische Philosoph unterlegen war und die
noch bis heute in so manchen Gehirnen herumgeistern. Wie trügerisch und
gefährlich zugleich mathematische Beweisführungen sein können, demonstrierte
schon vor 2500 Jahren Zenon von Elea seinen erstaunten Landsleuten. Der
griechische Philosoph Parmenides aus Elea (540 - 470 v. Chr.) lehrte die
Einheit, Ewigkeit und Unveränderlichkeit des Seins. Für ihn waren Denken und
Sein identisch. Die Vielheit und das Werden der Dinge beruhten nach seiner
Überzeugung auf Sinnestäuschung. Zenon von Elea versuchte die Ansichten seines
Lehrmeisters und Freundes mathematisch zu beweisen, obwohl sie der täglichen
Erfahrung widersprechen, und somit die Vielheit des Seienden ebenso wie die
Möglichkeit von Bewegung zu widerlegen. „Zenons Paradoxien“, die eine logische
Begründung der Lehre des Parmenides versuchen, wurden berühmt und so mancher
Gelehrte beschäftigte sich ernsthaft mit der Lösung dieser Paradoxien.
Ich möchte eine Veröffentlichung des anerkannten und
sehr erfolgreichen Mathematikers William I. McLaughlin in „Spektrum der
Wissenschaft“ vom Januar 1995, Seite 66 bis 71, mit dem Titel: „Eine Lösung für
Zenons Paradoxien“, zum Anlass nehmen, um die Vorgehensweise eines
Mathematikers zur Lösung eines Problems zu zeigen. McLaughlin schreibt: „Seit
der altgriechische Philosoph zu beweisen suchte, dass jegliche Bewegung logisch
unmöglich sei, grübeln Denker über seinen Rätseln. Nun bietet die mathematische
Logik eine Lösung an, indem sie das unmessbar Kleine in strenge Begriffe
fasst.“ Dann wird Zenons erstes Paradoxon geschildert, das behauptet, dass es
bei einem Wettlauf Achilles unmöglich ist, eine Schildkröte zu überholen, wenn
er ihr zuvor einen kleinen Vorsprung gegeben hat. Anschließend erläutert
McLaughlin Zenons Beweisführung: „Jede Entfernung, die ein bewegtes Objekt
zurückzulegen hat, lässt sich durch fortgesetztes Halbieren (1/2; 1/4; 1/8 und
so weiter) in unendlich viele Teilabstände zerlegen, wobei immer ein Abstand
übrig bleibt, der noch zu überwinden ist. Darum behauptet Zenon, keine Bewegung
lasse sich je vollständig ausführen, weil stets noch ein Wegstück fehle, wie
klein es auch immer sei.“ Nachdem McLaughlin angeführt hat, wer sich schon
alles mit diesem Problem befasst hat, fährt er fort: „Als meine Mitarbeiterin
Sylvia Miller und ich mit der Untersuchung der Zenonschen Paradoxien begannen,
hatten wir den Vorteil, dass die Infinitesimalen bereits mathematisch
respektiert wurden. Wir fanden sie attraktiv, weil sie eine mikroskopisch
scharfe Sicht auf Details der Bewegung versprachen. Edward Nelson von der
Universität Princeton (New Jersey) hatte das für unsere Zwecke ideale Werkzeug
geschaffen - eine Spielart der Nichtstandart-Analysis mit dem recht trockenen
Namen interne Mengenlehre (internal set theory, kurz IST). Nelsons Methode
erzeugt überraschende Deutungen scheinbar vertrauter mathematischer
Strukturen. In ihrer Seltsamkeit ähneln die Ergebnisse gewissen Zügen der
Quantentheorie und der allgemeinen Relativitätstheorie. Da es Jahrzehnte
gedauert hat, bis diese beiden Theorien allgemein anerkannt wurden, können wir
Nelsons gedankliche Leistung nur bewundern.“ Nun wird erklärt, wie IST
funktioniert und schließlich folgt das Resümee des Mathematikers: „Da in IST
gilt, dass jede unendliche Zahlenmenge eine Nichtstandard-Zahl enthält, muss
auch die unendliche Folge von Kontrollpunkten, mit denen Zenon in seinem
ersten Paradoxon die Bewegung festhält, eine gemischte Nichtstandard-Zahl
enthalten. Wenn Zenons unendliche Zahlenfolge sich immer mehr der Zahl eins
nähert, werden die Glieder der Folge schließlich innerhalb einer
infinitesimalen Entfernung von eins liegen. Alle nachfolgenden Glieder werden
zu der Nichtstandard-Ansammlung um eins gehören, und weder Zenon noch jemand
anderer wird imstande sein, die Fortbewegung eines Gegenstands in diesem
unzugänglichen Terrain zu verfolgen. Es liegt eine Gewisse Ironie darin, dass
just Zenons vermeintliche Waffe, das aberwitzige Kleine, zur Entkräftung
seiner Behauptung dient. Um Zenons erstes Paradoxon zu widerlegen, müssen wir
nur den erkenntnistheoretischen Grundsatz aufstellen, dass wir nicht für die
Erklärung von Vorgängen zuständig sind, die wir nicht zu beobachten vermögen.
Zenon beruft sich auf eine unendliche Folge von Kontrollpunkten; doch sie
enthält unweigerlich Nichtstandard-Zahlen, die keine zahlenmäßige Bedeutung
haben - und darum weisen wir seine Beweisführung zurück. Weil es prinzipiell
unmöglich ist, jemals den Gesamtbereich aller Kontrollpunkte, auf dem Zenons
Einwand beruht, zu beobachten, bleibt strittig, ob das bewegte Objekt sich
tatsächlich so paradox verhält, wie er behauptet. Als mikroskopische
Beschreibung der Bewegung könnten außer einer, welche die komplette Folge der
Kontrollpunkte enthält, auch ganz andere in Frage kommen - und dass Zenons
spezielles Szenario begriffliche Probleme verursacht, ist noch lange kein
Grund, die Idee der Bewegung zu verdammen.“ Ende des Zitates.
Nach meiner Überzeugung kann man das Problem ganz
anders angehen. Die Lösung ist so einfach wie verblüffend zugleich. Die
Mathematiker teilen die immer kleiner werdende Strecke zwischen Achilles und
der Schildkröte unendlich oft. Sie bilden also eine konvergierende Reihe, die
über einen gewissen Punkt nicht hinausgehen kann. Die Realität ist aber, dass
eine Strecke nicht beliebig oft teilbar ist. Dieser Fall tritt spätestens dann
ein, wenn der Durchmesser eines Atoms erreicht ist. Nebenbei lässt sich auf so
einfache Art auch auf die Unteilbarkeit von Atomen schließen; zumindest unter
allgemeinen Umweltbedingungen. Die Konsequenzen des geschilderten mathematischen
Beispieles vom Wettlauf des Achilles bis zur Relativitätstheorie und der
Quantentheorie sind, dass man sich darüber im Klaren sein muss, dass die
jeweilige Fragestellung nicht nur die Art des mathematischen Vorgehens bestimmt,
sondern u.U. auch eine Reihe von Fakten vernachlässigt, die für die betreffende
Problemlösung aus mathematischer Sicht zwar bedeutungslos sind, aber in der
Realität grundsätzlich nicht abstrahiert bzw. ignoriert werden dürfen. Bei dem
Wettlauf zwischen Achilles und der Schildkröte geht es zwar vordergründig um
Längenunterschiede. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Problem, dessen
Lösung auch die drei Dimensionen unseres Raumes betreffen. In Wirklichkeit,
also der Realität, geht es um die kleinste, nicht mehr teilbare Einheit. Diese
kleinste Einheit ist das Atom und das Atom ist dreidimensional. Der Punkt aber
ist per definitionem dimensionslos. Während Zenon seine Argumente aus dem
Wissensstand seiner Zeit begründete, unterliegt der Mathematiker McLaughlin
dem Fehler, dass er die Thesen von Zenon kritiklos übernimmt. Er musste
wissen, dass es heute unstrittig ist, dass Atome unteilbar sind und dass die
Quantenphysik eine Kontinuität, wie sie der Begriff des Infinitesimalen
beinhaltet, verbietet. Selbst Hawking bemängelt, dass viele Teiltheorien
absurde Unendlichkeiten enthalten und dass man in diesen Fällen die unendlichen
Größen durch ein ziemlich zweifelhaftes mathematisches Verfahren, das man als
Renormierung bezeichnet, aufhebt. Ganz nebenbei möchte ich in diesem
Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Mathematik mit unendlichen Größen gar
nicht umgehen kann. Bei der Renormierung wird eine unendliche Größe durch die
Einführung anderer unendlicher Größen aufgehoben. Man zieht also eine Unendlichkeit
von der anderen ab, ohne zu wissen oder definiert zu haben, wie viel oder wie
groß eine Unendlichkeit also ist. Die zwingende Konsequenz ist, dass die
traditionellen Feldtheorien für Elementarteilchen und Kräfte am Auftreten unendlicher
Terme und an der Existenz sog. Anomalien leiden, die bei der Quantisierung der
Theorien zu unerwünschten Symmetriebrechungen führen. Diese Probleme machen
aber die Theorien mathematisch inkonsistent. Ein weiterer schwerwiegender
Nachteil besteht in der Tatsache, dass sich bei der Renormierung die Werte der
Massen und Kräfte nicht aus der Theorie vorhersagen lassen, sondern so gewählt
werden müssen, dass sie den Beobachtungsdaten genügen. Entsprechend
realistisch wurde das Weltbild, das uns die Physik vorspiegelt.
Es ist deshalb zwingend notwendig die
Interpretationen mathematischer Ergebnisse durch die Physiker zu hinterfragen.
Da Achilles in der Realität die Schildkröte selbstverständlich überholt, muss
Zenon von einer falschen Voraussetzung ausgegangen sein. Wenn aber die Voraussetzung
falsch ist, kann das Ergebnis nicht richtig sein. Dieses Beispiel zeigt, wie
wichtig es ist, alles zu hinterfragen und nicht kritiklos unter Verwendung
unbewiesener Sätze oder Behauptungen neue Behauptungen aufzustellen und
Theorien zu entwickeln. Ein solches Vorgehen ist erst recht zu verurteilen,
wenn sich Widersprüche mit der alltäglichen Erfahrung ergeben. Verwerflich wird
dieses Vorgehen aber, wenn man anhand solcher pseudowissenschaftlicher Methoden
den Menschen ihre Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit abspricht, damit man
ihnen jedes Märchen und jeden Unsinn erzählen und so seine eigene Position
festigen und stärken kann. Mit seriösem wissenschaftlichen Vorgehen, hat das
nichts zu tun.
In seinem dritten Paradoxon behauptet Zenon, dass
schon der Begriff Bewegung inhaltsleer ist. Zenon behauptet, dass ein
abgeschossener Pfeil niemals in Bewegung ist, weil er in jedem Augenblick wie
festgenagelt in einem Punkt verharrt. Darüber hinaus behauptet Zenon, dass der
Pfeil niemals sein Ziel erreichen kann. Bevor er nämlich das Ziel erreicht,
muss er zunächst die Hälfte des Abstandes zwischen Bogensehne und Ziel
zurücklegen. Danach muss er die Hälfte der verbliebenen Wegstrecke zurücklegen
und dann davon wieder die Hälfte und so weiter. Anscheinend bleibt immer ein
Abstand zwischen Pfeilspitze und Ziel bestehen, so dass das Ziel nie erreicht
werden kann. Bei diesem Paradoxon haben wir es mit zwei Problemen zu tun. Ein
Problem haben wir schon beim Wettlauf des Achilles mit der Schildkröte kennen
und lösen gelernt. Das zweite Problem ist die Frage, ob der Pfeil wirklich bei
seinem Flug Punkt für Punkt wie festgenagelt erscheinen kann. Das kann er
natürlich im Gegensatz zu einer Strecke nicht, denn sonst würde seine Bewegung
ein für allemal unterbrochen. Eine Strecke ist eine statische Größe. Eine Bewegung
ist aber ein dynamisches Geschehen. Deshalb würde sich der Pfeil bereits am
ersten Punkt im Zustand absoluter Bewegungslosigkeit befinden. Er hätte also
seinen Flug bereits dauerhaft beendet. Eine neue Flugphase würde erst durch
einen erneuten Impuls eingeleitet. Der völlig neue Impuls würde ihn aber nur
bis zum nächsten Punkt beschleunigen. Danach befände sich der Pfeil wieder im
Zustand völliger Ruhe. So wiederholt sich der Vorgang von Punkt zu Punkt. Das
heißt, man kann ein Kontinuum, wie es nun einmal eine Bewegung darstellt, nicht
digitalisieren. Die Voraussetzung des Zenon von Elea ist also falsch. Sein
angebliches Paradoxon ist gar kein Paradoxon, da die Voraussetzung bereits
falsch ist. In Wirklichkeit handelt es sich um eine abstrakte gedankliche
Annahme, die nichts mit der Realität zu tun hat. In der Realität ist die
Bewegung eines fliegenden Pfeils ein Kontinuum und wird erst unterbrochen, wenn
der Pfeil sein Ziel erreicht hat. Ein Kontinuum kann man nicht unterbrechen,
also nicht in beliebig viele Punkte unterteilen. Um es noch einmal zu betonen:
Würde der Pfeil Punkt für Punkt festgenagelt, so würde es auch Punkt für Punkt
eines neuen Impulses bedürfen, um weiter zu fliegen. Das wäre aber jedes Mal
ein neuer Bewegungsvorgang und kein Kontinuum seines Fluges. Es handelt sich
folglich bei diesem Problem schlicht und einfach um ein Analogon zu Heisenbergs
Unschärferelation. Tatsache ist, dass wir Informationen über Aussehen, Lage und
Position des Pfeils nur über Photonen (Licht, elektromagnetische Wellen)
erhalten. Diese Photonen werden in Quanten (kleinen Paketen, Portionen)
abgestrahlt. Das bedeutet, dass wir alle Informationen portionsweise (digitalisiert)
und nicht als Kontinuum erhalten. Ebenso erfolgt die Bearbeitung der
Informationen im Gehirn digitalisiert. Das hat zur Folge, dass ein Lebewesen,
gleichgültig über welches Sinnesorgan es eine Information erhält, zwar einen
Vorgang subjektiv kontinuierlich wahrnehmen und verarbeiten kann, objektiv
aber einer Sinnestäuschung unterliegt. Da die Sinneseindrücke ausreichend
lange bestehen bleiben, erscheinen ihm alle Bewegungen fließend und ununterbrochen,
wie es ja auch der Realität entspricht. So paradox es klingt, aber es ist
gerade eine Sinnestäuschung, die uns die Realität richtig erkennen lässt. In
Wahrheit gaukelt der „Nachhall“, die Unschärfe der Information (informare =
prägen), ein Kontinuum vor. Durch diesen „Trick der Natur“ führt eine Sinnestäuschung
zu einer realen Wiedergabe eines realen Vorganges. Diesen Sachverhalt kann
jeder an Filmbändern überprüfen, indem er sie unterschiedlich schnell
ablaufen lässt. Zeichentrickfilme oder die sog. „lebenden Bilder“ beruhen auf
dem gleichen Prinzip. Zenon geht also von der falschen Voraussetzungen aus,
dass man eine kontinuierliche Bewegung wie eine Strecke in einzelne Teilstücke
zerlegen kann. Der abgeschossene Pfeil bleibt aber nicht Punkt für Punkt wie
festgenagelt, sondern befindet sich während seines Fluges Punkt für Punkt stets
in einem durch seine kontinuierliche Bewegung bedingten Unschärfebereich.
Dieser Sachverhalt widerlegt auch Heisenbergs Argument, dass die Unschärfe zur
Folge hat, dass man auf Grund der Ungenauigkeit aller Wahrnehmungen ausschließen
kann, dass neben oder hinter einer statistischen Welt, wie in der Quantentheorie,
auch noch eine „wirkliche“ Welt existiert, in der das Kausalgesetz gilt.
Heisenbergs Unschärferelation ist ein Messproblem der Physiker. In der Realität
„weiß“ jedes Teilchen wo es sich befindet und wie es sich in seinem Umfeld
unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu verhalten hat. Diese Tatsache beweist
allein schon die Möglichkeit der Materie zur Selbstorganisation, denn
Selbstorganisation setzt eine genaue Information voraus.

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Jede Wissenschaft untersucht bekanntlich einen
bestimmten Gegenstandsbereich, was zwangsläufig zur Spezialisierung der einzelnen
Disziplinen geführt hat. Das hat zur Folge, dass jede einzelne wissenschaftliche
Disziplin einen bestimmten Ausschnitt aus der Gesamtwirklichkeit durch
Theorien, Modelle usw. aus ihrer Sicht zu erklären versucht. So gibt es auch
Wissenschaften, die sich nicht mit der realen Welt, sondern mit bestimmten
„Strukturzusammenhängen“ auf abstraktem Niveau beschäftigen. Das führte zur
Unterteilung in Realwissenschaften und Struktur- und/oder Formalwissenschaften.
Die Realwissenschaften erforschen die erkennbaren Phänomene der anorganischen
und organischen Natur. Sie bewegen sich also auf dem Boden der Tatsachen. Die
Struktur- und/oder Formalwissenschaften werden vor allem von den Disziplinen
Mathematik und Logik dominiert. Die Mathematik befasst sich nämlich nicht nur
mit Phänomenen der realen Welt, sondern auch mit möglichen (formalen) Beziehungen.
Deshalb ist die Mathematik für die modernen Wissenschaften eine wichtige
Anwendungsdisziplin, ein entscheidendes Hilfsmittel zur präzisen
Beschreibung von Prozessen, Relationen und Vorgängen, die sich unserer
Wahrnehmung entziehen, z.B. die Atomphysik. Die Logik enthält die Anweisungen,
nach denen man Schlussfolgerungen auf Grund von gewonnenen Erkenntnissen
zieht.
Leider kam es mit der modernen Physik zu einer
unglücklichen Verknüpfung von Erkenntnissen der Realwissenschaften und
Ergebnissen aus den Struktur- und/oder Formalwissenschaften bei der
Formulierung unseres Weltbildes. So wurde einer interessierten Öffentlichkeit
ein technisch und mathematisch ausgerichteten Weltbild eingeredet. Siehe
auch Titel der Ausstellung: „Albert Einstein, Ingenieur des Universums" weiter oben. Diese Interpretation von
Ergebnissen aus den Realwissenschaften sowie Struktur- und Formalwissenschaften
hat sich allerdings in unserer Industriegesellschaft hervorragend bewährt. Die
Sache hat nur einen entscheidenden Haken: Diese Vorgehensweise setzt
Linearität voraus. Deshalb messen Physiker und Ingenieure bei ihren Untersuchungen
eines Systems das Gleichgewicht, kurz bevor es zusammen bricht. Die
Linearität ist aber ein Sonderfall bzw. die Ausnahme in einer aus
oszillierenden Systemen bestehenden Welt, in der der gleichgewichtsferne
Zustand der Systeme die Norm ist und unseren gesamten Kosmos so funktionieren
lässt, wie er funktioniert.
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